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2014

Rückblick auf das 1. Nordbayerische Musikcamp 2014

Musik, Spiel, Spaß, Spannung und neue Freundschaften – das erlebten die Teilnehmenden des ersten Nordbayerischen Musikcamps in Immenreuth. 90 Kinder und Jugendliche aus ganz Nordbayern nahmen am Musikcamp in der zweiten Pfingstwoche teil und hatten sehr viel Spaß miteinander.
Dieses tolle Ferienangebot wurde von der Geschäftsstelle der Nordbayerischen Bläserjugend gemeinsam mit 22 Betreuerinnen und Betreuern auf die Beine gestellt.

Das Musikcamp zeichnete sich durch eine Kombination aus klassischem Zeltlager und der Erarbeitung eines Konzertprogrammes, das am Ende des Zeltlagers im Rahmen eines Abschlusskonzertes präsentiert wurde, aus. So konnten die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm aus Orchesterproben und selbst gewählten Workshops und Spielangeboten erleben.

Musikalisch unterwegs…

Die musikalische Organisation und Koordination der Dozenten lag in den Händen des neuen Bildungsreferenten des Nordbayerischen Musikbundes, Thomas Joha. Die Teilnehmenden wurden in zwei getrennte Orchester aufgeteilt, die entweder vor- oder nachmittags mit den Dozenten Cornelia Steinwender, Manuel Scheuring, Oliver Hummel, Stefan Riethmüller und Daniel Schnappauf probten. Erst am vorletzten Tag wurden die beiden Orchester für den großen Auftritt zusammengesetzt.
Mit „Viva la Vida“ von Coldplay wählte das Dozententeam einen Ohrwurm, der die ganze Woche über auf dem Camp zu hören war. Neben den typischen Instrumenten eines Orchesters waren auch einige Spielmannsflöten beteiligt, die das Orchester um ein weiteres Klangspektrum bereicherten. Richtig rocken konnten die jungen Musikerinnen und Musiker mit „Heavy Metal“ von Scott Watson was ihnen hörbar Spaß machte. Mit „Best of Queen“ erweiterten sie ihr musikalisches Programm um ein Medley aus den bekanntesten Stücken der Band Queen. Weitere Stücke, die die jungen Musikerinnen und Musiker innerhalb dieser Woche einstudierten, waren „Amboss Polka“, „Caravan“ und „7G Heavy“. Die Dozenten waren sichtlich begeistert von den Campteilnehmenden und ihrem Fortschritt innerhalb dieser Woche.

Ein buntes Programm…

Das Workshopprogramm wurde zu Beginn des Musikcamps allen Kindern und Jugendlichen vorgestellt, die sich dann für einzelne Angebote entscheiden konnten: Cup-Song, Tanzen, Boomwhackers, Instrumentenbau, Sportangebote, Schwimmbad und “Apfel und Ei“.
Die aktiven und sportbegeisterten Teilnehmenden konnten sich bei Gelände- oder Sportplatzspielen und dem Spielmobil austoben. Vor allem das Schwimmbadangebot fand bei dem herrlichen Wetter einen großen Andrang. Aber auch die musikalisch und kreativ begeisterten Teilnehmenden kamen auf ihre Kosten und konnten ihrer Kreativität beim Basteln von Regenmachern und Schlauchtrompeten freien Lauf lassen. Mit dem Cup-Song bewiesen die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Rhythmusgefühl und sangen und klatschten mit Begeisterung mit. Mit den Boomwhackers konnten die Teilnehmenden tolle Melodien auf Kunststoffröhren erzeugen. Durch das Tauschspiel „Apfel und Ei“ konnten die Kinder und Jugendlichen auch den nahe gelegenen Ort etwas genauer kennen lernen.

Das Abendprogramm brachte immer die ganze Gruppe zusammen und wurde vom Betreuerteam hervorragend vorbereitet. So wurden die Teilnehmenden allabendlich mit Aktionen wie eine aufregende Nachtwanderung, ein Spieleabend mit Ball- und Brettspielen sowie Holzspielsachen, mit denen ganze Städte gebaut werden konnten, eine krachende Disko mit Türstehern, Saft-Cocktails und mitreißenden Tanzeinlagen sowie einem Open-Air-Kino mit Popcorn und Süßigkeiten, überrascht. Natürlich durfte jeden Abend das obligatorische Lagerfeuer nicht fehlen. An einem Abend verwandelte sich das Verpflegungszelt sogar in ein Fußballstadion und gemeinsam wurde dem 4:0 Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal entgegengefiebert.

Das umfangreiche und vielfältige Programm wurde durch einen Auftritt der Fichtenhornbläser aus Speichersdorf ergänzt. Heinz Schmidt erklärte den Teilnehmenden anschaulich die Funktionsweise und die ursprüngliche Verwendung der Fichtenhörner. Im Anschluss an den kurzweiligen Auftritt konnten die Teilnehmende die doch etwas eigenartigen Instrumente selbst testen – hier wurden bereits erstaunliche Ergebnisse erzielt…

Natürlich bio…!

Neben dem abwechslungsreichen Programm wurde ein weiterer Schwerpunkt auf die gesunde Ernährung gelegt. Ziel war es, den Kindern zu vermitteln, dass es trotz “BIO” und weniger Fleisch gut schmecken kann. Für das Küchenteam war das keine leichte Aufgabe, galt es doch im Vorfeld, den Speiseplan so zu erstellen, dass möglichst alle Wünsche berücksichtigt wurden.
Dieser Wunsch der biologischen und regionalen Ernährung wurde schon in der Anfangsphase der Planung laut. Schnell fand das Organisationsteam einen Mitstreiter in Josef Schmidt, dem Landwirt des Biolandhofs Grenzmühle aus Erbendorf. Gemeinsam mit weiteren Akteuren aus der Steinwaldregion, allen voran dem Landtagabgeordneten Tobias Reis, konnte eine Strategie entwickelt werden, mit der es gelang, diesen anfänglichen Wunsch tatsächlich in die Tat umzusetzen. Alle Lebensmittel, die nicht direkt von Josef Schmidt bezogen werden konnten, wurden durch den Biosupermarkt „dennree“ geliefert. Alle Backwaren kamen von der Biobäckerei Forster aus Windischeschenbach und die Getränke konnten über die Schlossbrauerei Friedenfelser aus Friedenfeld bezogen werden – was den Gedanken der Regionalität perfekt abrundete.

Dieses wichtige Element sollten die Teilnehmenden nun auch hautnah erleben können. Deshalb besuchte Josef Schmidt am vorletzten Tag das Camp und zeigte den Teilnehmenden anhand von vielen Beispielen anschaulich die Grundphilosophie der ökologischen Landwirtschaft. Unterstützt wurde er durch den Bayerischen Bauernverband sowie durch Kolleginnen und Kollegen, die in weiteren Workshops z.B. mit den Teilnehmenden frische Kräuter für das Abendessen sammelten, das Essen vorbereiteten oder direkt am Lagerfeuer das Abendessen kochten. Ergänzt wurden diese Angebote durch interessante Vorträge zur Schweine- und Rinderzucht.

Ein geniales Ende…

Das Abschlusskonzert, für das die Teilnehmenden die ganze Woche über geübt hatten, war ein würdiger Abschluss eines außergewöhnlichen Musikcamps. Hier konnte alle Teilnehmenden – unterstützt von den Betreuerinnen und Betreuern – zeigen, was sie neben den vielen Workshops zusätzlich musikalisch erarbeitet hatten. Der plötzlich einsetzende Nieselregen tat dem Abschlusskonzert keinen Abbruch – das Konzert wurde kurzerhand in das Verpflegungszelt verlegt und dort “ordnungsgemäß” beendet. Bundesjugendleiter Stefan Wolbert und die beiden NBMB-Vizepräsidenten Werner Höhn und Helmut Schörner waren voll des Lobes für das Musikcamps und dankten – stellvertretend für alle Betreuerinnen, Betreuer und Helfer – Denise Hühnlein für die hervorragende Organisation und Durchführung des Musikcamps 2014.

Wie alles begann…

Erste Überlegungen für die Durchführung eines solchen Musikcamps wurden vor knapp 1 1/2 Jahren gestellt – den eigentlichen Startschuss setzte dann vor gut einem Jahr die Bundesjugendleitung der Nordbayerischen Bläserjugend. Die Wahl fiel auf den Zeltplatz in Immenreuth, da durch die Einbeziehung der benachbarten Familenferienstätte optimale Verhältnisse für ein Musikcamp gegeben waren.

Das Betreuerteam hat sich eigens für das Musikcamp gefunden und sich in der Vorbereitungsphase intensiv auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet. So fanden insgesamt vier Vorbereitungstreffen statt, bei denen die Philosophie des Musikcamps sowie die einzelnen Aufgaben und Workshops festgelegt wurden. Zudem fand ein Erste-Hilfe-Kurs für alle Betreuerinnen und Betreuer statt. Insgesamt war das alles keine leichte Aufgabe für die Betreuerinnen und Betreuer, die neben den inhaltlichen Aufgaben ja auch erste Ansprechpartner für die ihnen zugeteilten Kinder und Jugendlichen fast rund um die Uhr waren.
Das Vorhaben und die Gegebenheiten erforderten insgesamt eine intensive Planung und einen erhöhten Helfer- bzw. Betreuerbedarf und war alles in allem eine große logistische Herausforderung, die das Team um Denise Hühnlein bravourös meisterten.

In der Woche auf dem Musikcamp hatten alle Beteiligten viel Spaß und konnten einiges dazu lernen. Das Sprichwort „Musik verbindet“ wurde auf dem Camp tatsächlich gelebt und es sind neue Freundschaften entstanden, die auch noch nach dem Camp stand halten werden. Teilnehmende und Betreuer sind sich einig, das Musikcamp war ein voller Erfolg und alle wollen wieder kommen.

Besonderer Dank geht an:

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Nordbayerischen Musikcamps – ihr seid spitze!

Die Betreuerinnen und Betreuer: Rebecca Bauer, Samira Bensig, Samantha Bogner, Sophie Friedemann, Katharina Fröhling, Maria Fröhling, Alexandra Gottwald, Markus Hellfeier, Julia Himmel, Dominic Johanni, Silke Johanni, Sabrina Karl, Tamara Kleinhenz, Anja Kürten, Magdalena Leirich, Yvonne Reizammer, Matthias Roos, Simon Scheiring, Johannes Störlein, Lucas Sulzer, Christine Ullrich, Jessica Ullrich, sowie die Geschäftsstelle der Nordbayerischen Bläserjugend Silke Wald, Judith Gebhardt, Fabian Engert, Thomas Joha, Andreas Kleinhenz und Denise Hühnlein

Die Dozenten: Cornelia Steinwender, Thomas Joha, Oliver Hummel, Stefan Riethmüller, Manuel Scheuring und Daniel Schnappauf

Das Küchenteam: Julia Ege, Johannes von Hollander alias Keke, Philipp Müller, Athalia Schraysshuen, Chris Sapper, Anna Schiegerl und Jenny Woldin

Die Bundesjugendleitung insbesondere Stefan Wolbert, sowie die beiden NBMB-Vizepräsidenten Werner Höhn und Helmut Schörner

Alle Unterstützer und Mitwirkende
Sanitäter Andreas Ackermann / Johanniter Bamberg
Josef Schmidt, Biolandhof Grenzmühle Erbendorf
Landtagsabgeordneter Tobias Reis
Bay. Bauernverband LKR Tirschenreuth
Beteiligte Akteure aus der Steinwaldregion
Andrea Schraml und Peter Merkl von der Familienferienstätte Immenreuth
Brauerei Friedenfelser Friedenfels
Biobäckerei Georg Forster Windischeschenbach
Gaststätte Busch Kötzersdorf
Gemeinnütziger Zeltlagerplatz- und Jugendheimverein e.V. Speichersdorf / Herr Haas
Fichtenhornbläser aus Speichersdorf / Heinz Schmitt
Ev. Jugend Würzburg
Stadtjugendring Schweinfurt
Rumpel & Stark Unterpleichfeld

Ihr alle habt das Camp zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht!