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2016

Nordbayerisches Musikcamp 2016

„Aller guten Dinge sind drei!“ Das dachte sich das Team des Nordbayerischen Musikcamps unter der Leitung der Geschäftsstelle der Nordbayerischen Bläserjugend e.V. auch. So kam es, dass in der ersten Pfingstferienwoche 114 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Vereinen der Nordbayerischen Bläserjugend e.V. nach Wildflecken reisten, um dort beim 3. Nordbayerischen Musikcamp teilzunehmen.
Das idyllische Feriendorf mit beheizten Blockhütten, Lagerfeuerplatz und vielfältigen Spielmöglichkeiten war dem Großteil der Teilnehmenden und BetreuerInnen bereits aus dem letzten Jahr vertraut. Doch auch viele neue Gesichter konnten in diesem Jahr begrüßt und begeistert werden. Denn dort erwartete sie eine Woche lang eine bunte Mischung aus Musik- und Freizeitprogramm, viele neue Bekanntschaften und jede Menge Spaß und Action.

„Uns geht’s gut!“ – So lautete das Motto

Für gute Laune sorgte nicht nur das – für die Rhön ungewöhnlich – schöne Wetter. Den Teilnehmenden wurde ein vielseitiges Programm geboten, welches vom Betreuerteam bereits seit November 2015 geplant und vorbereitet worden war: So konnten die Kids beim T-Shirt-Malen ihre kreative Ader ausleben, beim Nagelbildbau ihr handwerkliches Geschick beweisen. Für große Begeisterung sorgte auch der Bau von Alphörnern – hierfür wurden Abflussrohre als Material verwendet.

Zum Ausgleich konnten sich die Kids aber auch beim Sport und Tanz auf dem Gelände austoben: Ein großes Völkerballturnier mit allen Teilnehmenden des Camps machte den Anfang, weitere Bewegungsspiele sorgten dafür, dass bei den Teilnehmenden keine Langeweile aufkam. Zu dem Song „Uns geht’s gut!“ von Kellerkommando lernten die Kids einen Tanz und konnten in Erinnerungen an den letztjährigen Workshop mit der Band schwelgen. Schnell wurde das Lied wieder zum Ohrwurm und übertrug sich auf alle Gemüter.

Die Musik kam nicht zu kurz

Wie der Name schon sagt, darf beim MUSIK-Camp aber natürlich die Musik nicht fehlen. In täglichen Proben bereitete sich das Camp-Orchester – bestehend aus den Teilnehmenden und Betreuern des Musikcamps – auf das große Abschlusskonzert am letzten Tag vor. Die Herausforderung war es, mit über 100 Kindern und Jugendlichen, die teilweise erst seit kurzem ein Instrument spielen, innerhalb von wenigen Tagen ein musikalisches Programm auf die Beine zu stellen; doch kein Problem für die vier Dozenten Oliver Hummel, Daniel Schnappauf, Manuel Scheuring und Frederik Heckel. Sie begeisterten die jungen Musiker zum gemeinsamen Musizieren, erarbeiteten mit ihnen Stücke wie „Highway to Hell“, „Agon“ oder „Riders on the Storm“ und zeigten, worauf es beim Spiel im Orchester ankommt.

Body Percussion und Beat Box – Musik ganz „ohne“ Instrument?

Doch nicht nur das musikalische Programm in den Orchesterproben war vielseitig. In diesem Jahr erwartete die Kids ein musikalischer Workshop der besonderen Art: Philipp Renz und Jörg Schwartzmanns von Viva Voce, einer A-Capella-Band aus dem Raum Ansbach, hatten für die Teilnehmenden des Musikcamps Übungen zum Thema Stimme, Beat Box und Body Percussion vorbereitet. So konnten die Kids musikalisch etwas ganz Neues kennenlernen und ausprobieren: Sie lernten die Grundlagen des Beat Boxings, übertrugen Schlagzeugrhythmen auf ihren Körper und nicht zuletzt bereiteten sie in zwei Gruppen ein kleines Konzertprogramm vor, welches abends der jeweils anderen Gruppe vorgeführt werden sollte. Von Body Percussion-Stücken in der Gruppe bis hin zu Beat-Box-Improvisationen einzelner Kids war alles dabei. Ein kleines Highlight gab es noch zum Schluss, als der Bandkollege von Jörg Schwarztmanns, MaTe, zu Besuch kam und die beiden ein paar eigene Einlagen zum Konzert beitrugen.

Über Uromas Kindheit und ein Relikt des Kalten Krieges

Kurz vor dem Wochenende ließ sich dann sogar die Sonne blicken. Diese Gelegenheit musste genutzt werden – also hieß es: Auf, zum Ausflug! Zunächst ging es ins Freilandmuseum Fladungen. Hier erfuhren die Kids, wie die Menschen um 1900 lebten. In Führungen zu den Themen Handwerk, Landwirtschaft, Kindheit oder Schule erkundeten die Kids das Gelände, besichtigten die alten Häuser oder spielten in der Dorfschule den damaligen Unterricht nach. Weiter ging die Fahrt zur Wasserkuppe, hoch hinaus zum Radom, einer ehemaligen Radar-Station und einem Relikt des Kalten Krieges. Die letzte Station des Ausfluges bildete die Sommerrodelbahn auf der Wasserkuppe. Hier sausten die Kids in voller Fahrt den Berg hinunter.

Doch lobt den Tag nicht vor dem Abend

Wer meint, dass die Kids nach solch einem Programm erschöpft in ihre Betten gefallen sind, der täuscht sich. Beim täglichen Abendprogramm waren alle wieder am Start. Auch hier hatte sich das Betreuerteam ins Zeug gelegt: Es gab einen Casino-Abend (Dresscode: Abendgarderobe), ein Camp-Kino, ein Nachtabenteuer sowie eine Disko mit Cocktails von der Saftbar. Abschließend wurde ein Bunter Abend unter dem Motto „Wetten, dass…“ veranstaltet. Dafür konnten sich die Teilnehmenden Wetten überlegen und einen Wett-Paten aus dem Betreuerteam aussuchen. Eine Wette war kreativer als die andere: Zitronen essen ohne das Gesicht zu verziehen, Pömpel-Wurf, Schminken ohne Spiegel…

Essen – gesund, lecker und ein bisschen syrisch

So viel Action! Da brauchten die Kids natürlich jede Menge Energie. Deshalb sorgte das Küchenteam unter der Leitung von zwei syrischen Köchen für reichlich gesundes und leckeres Essen. Die Lebensmittel wurden vom Biohof „Jahreszeiten“ der Familie Friedrich in Unterpleichfeld angeliefert. Vom Kaiserschmarrn bis zu syrischen Teigtaschen kam alles auf den Tisch. Doch dass die Köche nicht nur gut kochen konnten, das war spätestens allen klar, als beim gemeinsamen Diskoabend syrische Musik aufgelegt und gemeinsam ein syrischer Tanz erlernt wurde. Gelebte Integration auf dem Musikcamp – was will man mehr?

Das Beste kommt zum Schluss

Das große Finale der Woche bildete das Abschlusskonzert am Sonntagvormittag. Der Einladung zum Konzert waren viele Eltern gefolgt, so dass die Zuschauerreihen schnell gefüllt waren. Die erlernten Stücke wurden aufgeführt und ein paar Einblicke in das Camp-Programm gegeben. Anschließend konnten die Teilnehmenden beim gemeinsamen Mittagessen von den Erlebnissen der Woche berichten.