Skip to main content

Musik für alle

Inklusion und Integration in der Nordbayerischen Bläserjugend

Die Nordbayerische Bläserjugend will sich durch offene Strukturen und eine Willkommenskultur gegenüber allen Menschen auszeichnen. Menschen, die aus anderen Herkunftsländern kommen, eine Behinderung oder sonstige Benachteiligung haben, sollen am kulturellen Leben in unserem Verband teilhaben können.

Denn Vielfalt bereichert das musikalische Leben. Wir schreiben den Themen Inklusion und Integration in unserem Verband einen hohen Stellenwert zu und möchten diese Haltung in unsere Mitgliedsvereine tragen und diese in der Öffnung ihrer Strukturen unterstützen.

Dazu ist es nötig, über die beiden Themen zu informieren und Vorteile aufzuzeigen, die sich aus einer Öffnung des Verbandes für alle Interessierten ergeben. Anhand von Best-Practice-Beispielen wollen wir zeigen, wie Inklusion und Integration in der Blasmusik bereits gelebt werden. Um alle Menschen anzusprechen, bieten wir auch Informationen in leichter Sprache an. In Form von Empfehlungen geben wir Vereinen Impulse, wie sie sich für geflüchtete Menschen in ihrem Ort einsetzen können oder diese sogar an ihrem Vereinsleben beteiligen können. Außerdem wollen wir diese Themen verstärkt in unsere Ausbildungsformate integrieren und so dafür sorgen, dass die Fachkräfte vor Ort sensibilisiert werden.

Das Inklusionsteam der Nordbayerischen Bläserjugend und des Nordbayerischen Musikbundes

Wir sind die Ansprechpersonen für alles rund um die Themen Inklusion und Integration:

Regina Göller
selbstständige Ergotherapeutin

Johannes Sitter
Mitglied im erweiterten Vorstand des Nordbayerischen Musikbundes / Bezirksrat Unterfranken

Andreas Kleinhenz
Geschäftsführer Nordbayerische Bläserjugend und Nordbayerischer Musikbund

Monika Horn
Bildungsreferentin Nordbayerische Bläserjugend, Sonderpädagogin

Das Team wird unterstützt durch Fachpersonen aus dem sonderpädagogischen Bereich.

Das Team ist unter inklusion@nbmb-online.de zu erreichen und freut sich über Berichte über eure eigenen Erfahrungen, Ideen und Anregungen.
Wenn ihr aktuell Probleme oder Fragen zur Umsetzung, Förderungsmöglichkeiten, Schulungsprogrammen etc. habt, könnt ihr euch ebenfalls an uns wenden. Wir beraten wir euch gerne.

Zu den Begriffen Inklusion und Integration

Inklusion und Integration. Diese Begriffe hört man ständig in den Medien. Inklusion bezieht sich in der Regel auf Menschen mit Behinderung. Bei geflüchtete Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund dagegen ist meist die Rede davon, dass sie integriert werden sollen. Doch was genau wird nun darunter verstanden? Und ist es überhaupt notwendig, hier zu unterscheiden?

Unter Integration wird in der Regel verstanden, dass Menschen Teil einer Gesellschaft werden und so am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Häufig wird dies jedoch so betrachtet, dass zu integrierende Personen auf eine relativ homogene Gesellschaft treffen und daher von der Norm abweichen – sie sind anders. Aber ist das denn wirklich der Fall oder ist nicht in Wirklichkeit jeder ein bisschen anders?

Die Erklärung der Aktion Mensch zum Inklusionsbegriff – bezogen auf Menschen mit und ohne Behinderung – greift dieses Thema auf: „Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. […] In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren wir alle: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch durch weniger Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander.“ Das bedeutet also Inklusion. Und ist das nicht genau das, was auch in Hinblick auf die Integration von geflüchteten Menschen angestrebt wird?

Wieso machen wir uns also Gedanken über Worte – viel wichtiger ist es doch, dass wir uns für unser Ziel einer Gesellschaft ohne Ausgrenzung einsetzen. Denn „Inklusion [und auch Integration] ist kein Expertenthema – im Gegenteil. Sie gelingt nur, wenn möglichst viele mitmachen. Jeder kann in seinem Umfeld dazu beitragen. Und je mehr wir [darüber] wissen, desto eher schwinden Berührungsängste und Vorbehalte“ (Quelle: Aktion Mensch).

Kultur öffnet Welten

Die Nordbayerische Bläserjugend e.V. ist Akteurin bei „Kultur öffnet Welten“.

„Kultur öffnet Welten“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, künstlerischen Dachverbänden und AkteurInnen aus der Zivilgesellschaft.

“Jeder Mensch kann seinen eigenen Zugang zu Kunst und Kultur finden. Es braucht lediglich den Raum und die Zeit dafür – und die richtige Einladung. Diese Erkenntnis treibt immer mehr Kunst- und Kulturschaffende an. Ob in Stadtteilzentren oder Theatern, in Großstädten oder auf dem Land, in Opern, Museen oder Bibliotheken: Bundesweit entstehen innovative Vorhaben, die Kultur für alle zugänglich machen.
Die Initiative „Kultur öffnet Welten“ möchte diese Projekte und deren Beteiligte vorstellen. Die gemeinsame Aktion von Bund, Ländern, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren bildet die Vielfalt des Kulturlebens ab. Sie würdigt das Engagement und die oftmals ehrenamtliche Arbeit all jener, die sich mit den Mitteln von Kunst und Kultur für eine offene Gesellschaft einsetzen” (Quelle: Kultur öffnet Welten).

Durch die Teilnahme an der Initiative möchten wir unsere offene Haltung gegenüber allen Menschen nach außen tragen. Wir erhoffen uns aber auch weitere Impulse, wie wir Inklusion und Integration in unseren Verbandsstrukturen weiter voranbringen können.