• Hilfen und Denkanstöße
    für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Vereinsarbeit

Kon­gress für Füh­rungs­kräf­te & Ju­gend­lei­tun­gen

Die soziale Bedeutung von Vereinen ist auch in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ungebrochen. Gerade unsere Musikvereine sind wichtige Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Damit sie es auch in Zukunft bleiben, müssen sich die Verantwortlichen heute den neuen Herausforderungen einer sich immer schneller wandelnden Gesellschaft stellen. Geldnot und Mitgliederschwund, verändertes Freizeitverhalten und verstärkter Individualismus zwingen nicht nur Musikvereine mehr und mehr, ihre Strukturen zu überdenken und zu modernisieren. Public Relations, Künstlersozialversicherung und Kinderschutz dürfen heute auch im Ehrenamt keine Fremdwörter mehr sein, wenn es darum geht, einen Verein professionell zu führen.

Im Zweijahres-Rhythmus greift der Kongress in Geiselwind zum einen aktuelle Themen rund um die Vereinsarbeit / Jugendarbeit auf und gibt zum anderen Hilfen und Denkanstöße für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Vereinsarbeit. Gleichzeitig soll durch die Teilnahme zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Verein motiviert werden.

Die Teilnehmenden können durch die Auswahl verschiedener Module ihren persönlichen Stundenplan zusammenstellen.

On­li­ne-Kon­gress vom 22.01. - 23.01.2021

Jugendarbeit trotz Corona - Erster erfolgreicher Online-Kongress mit über 70 Teilnehmer:innen

Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der Nordbayerischen Bläserjugend e.V. lud der Jugendverband im Januar 2021 zu seinem ersten Online-Kongress ein. Ursprünglich war der Kongress als Tagesveranstaltung in Nürnberg geplant. Als jedoch schon Ende letzten Jahres abzusehen war, dass die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen für die Jugendarbeit uns noch länger begleiten werden, beschlossen wir uns auf ein neues Format einzulassen statt einfach alles abzusagen.

Dank eines tollen Pools an erfahrenen Dozent:innen und vielen helfenden Händen, sowohl aus der Geschäftsstelle der Bläserjugend, als auch des Nordbayerischen Musikbundes, war der Online-Kongress ein voller Erfolg und begeisterte die über 70 Teilnehmenden. An den zwei Tagen wurden insgesamt 10 verschiedene Online-Workshops mit unterschiedlichen Themenbereichen angeboten. Die Teilnehmenden erhielten zudem vorab postalisch ein Kongress-Paket mit Nervennahrung und Schreibutensilien nach Hause geschickt.

Mit dabei waren:

  • die Medienfachberatung Unterfranken mit Mirko Zeisberg, der einen Workshop über den Umgang mit Social Media in der Jugendarbeit anbot,
  • Christoph Pinkert, der mit den Teilnehmenden über wertschätzende Kommunikation und anerkennende Feedbackkultur sprach,
  • Marisa Kohler, die den Teilnehmenden zeigte wie man den Alltag nachhaltiger und mit weniger Müll gestalten kann,
  • Marie Mangold, die den Teilnehmenden zeigte, wie man trotz Abstandsregeln mit Kindern und Jugendlichen Gruppenspiele spielt,
  • Jeannine Tieling, die als erfahrene Moderatorin und Kommunikationstrainerin den Teilnehmenden Tipps und Übungen für ein sicheres und authentisches Auftreten gab,
  • Gerhard Cäsar und Monika Feldmeier, die mit den Teilnehmenden Möglichkeiten der Umsetzung von Inklusion in den Musikvereinen diskutierten und
  • Lauren Lotte Clasen, die mit den Teilnehmenden darüber sprach, wie man als junger Erwachsener selbst die Zukunft der Musikvereine mitgestalten kann.

Am Samstagnachmittag waren dann alle Teilnehmenden noch zu einem digitalen, gemeinsamen Abschluss eingeladen.

Das Feedback der Teilnehmenden war sehr positiv. Viele fanden es toll, gerade auch in diesem schwierigen Winter mit anderen, wenn auch erstmal nur digital, wieder in den Austausch zu kommen und gemeinsam zu lachen. So starten wir jetzt mit viel Motivation und Zuversicht in unsere weitere Jugendarbeit, denn #jugendarbeithältzusammen.

Auf dem Bild sind Eindrücke des gemeinsamen digitalen Abschlusses des ersten Online-Kongresses zu sehen.

Kon­gress am 21.01.2017 in Gei­sel­wind

Vom Jugendschutz bis zur Raumakustik - Gut 130 Teilnehmer beim 5. Kongress des Nordbayerischen Musikbunds und der Nordbayerischen Bläserjugend

„Super Themen, super Dozenten“, „Toll organisiert“, „Alles super“: Fast durchwegs positiv fiel die Rückmeldung der gut 130 Teilnehmer am 5. Kongress für Führungskräfte und Jugendleitungen in Musikvereinen aus. Der Nordbayerische Musikbund (NBMB) und die Nordbayerische Bläserjugend hatten nach Geiselwind eingeladen, um einen Tag lang über Themen vom Jugendschutz bis zur Raumakustik zu informieren.

„Wir haben viel Neues erfahren“, freute sich die vierköpfige Abordnung der Rossfelder Musikanten, die zum ersten Mal einen Kongress des NBMB besucht hat. Eine Jugendleiterin holte sich „viele Anregungen“ für neue Gruppenspiele bei den Probewochenenden, die die Rossfelder regelmäßig anbieten. Ein anderer Musiker informierte sich über Aufsichtspflicht und Jugendschutz. Denn das, meinte er, sei ein sehr komplexes Thema, mit dem man sich viel beschäftigen müsse.

Referent Philipp Spieß stellte dieses Thema als Elefant dar, weil es ebenso riesig sei und man den gleichen Respekt davor habe. Er erklärte, dass jugendliche Aufsichtspersonen die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre erwachsenen Kollegen hätten. Im Fall einer Aufsichtspflichtverletzung haften jedoch deren Eltern. Die müssen deshalb einverstanden sein mit dem Engagement ihrer Kinder.

Die Rossfelder besuchten zudem die Rhetorik-Module zu Verhandlungsführung und Konfliktgesprächen. Denn heutzutage müsse man entsprechend aufgestellt sein, weil man vielen Professionellen gegenüberstehe, meinten sie. Karl Bosch zeigte mit einem Überraschungs-Ei einprägsam auf, dass eine Verhandlung besser gelingt, wenn man Sach- und Beziehungsebene trennt, auf Interessen statt Positionen achtet und Entscheidungsalternativen entwickelt.

Außerdem gab er den Führungskräften und Jugendleitungen Verhandlungstricks wie Anker setzen, Entgegenkommen und Fairness, aber auch Antworten auf schmutzige Tricks an die Hand. Gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitete er, wie man gut mit Verhandlungspartnern umgeht, die alles besser wissen, Dinge verallgemeinern oder sich dumm stellen.

Neben den bereits traditionellen Kongressthemen wie Vereinsverwaltung, Versicherungsschutz und Pressearbeit gab es Tipps zur Verbesserung der Raumakustik mit Holz und Stoff und die Möglichkeit zu Einzelgesprächen parallel zu den Modulen. Außerdem hatten der NBMB und die Nordbayerische Bläserjugend Referent:innen zu sozialen Medien und ihrem Nutzen für die Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Prävention vor sexualisierter Gewalt im Verein eingeladen.

Marlies Fischer und Ute Staufer vom Notruf Bamberg zeigten bei letztgenanntem Modul anhand eines Fragebogens auf, wie unterschiedlich Situationen wahrgenommen und danach bewertet werden, ob sie eine Grenzverletzung darstellen oder nicht. Betroffen zeigten sich die Teilnehmenden davon, dass 85 Prozent der Täter aus dem nahen sozialen Umfeld der Kinder stammen.

Wenn Vereine in einer heterogenen Gesellschaft Nachwuchs gewinnen wollen, müssen sie Kinder und Jugendliche beständig einbinden, meinten der Verbandsgeschäftsführer Andreas Kleinhenz und Roland Preußl in ihrem Vortrag. Dazu müsse man den Nachwuchs nach seiner Meinung fragen, ihm Verantwortung übertragen und ihn in Entscheidungen einbeziehen.

Kleinhenz hatte bei der Eröffnung bereits auf den nächsten Kongress 2019 hingewiesen, für den die Teilnehmer Themenwünsche äußern konnten. Dann werden voraussichtlich auch die Rossfelder Musikanten wieder mit von der Partie sein – und die Teilnehmenden, die „tolle Veranstaltung, Danke!“ rückgemeldet haben.

Von: Daniela Hollrotter, Pressebeauftragte des NBMB