Kongress für Führungskräfte & Jugendleitungen
Die soziale Bedeutung von Vereinen ist auch in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ungebrochen. Gerade unsere Musikvereine sind wichtige Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Damit sie es auch in Zukunft bleiben, müssen sich die Verantwortlichen heute den neuen Herausforderungen einer sich immer schneller wandelnden Gesellschaft stellen. Geldnot und Mitgliederschwund, verändertes Freizeitverhalten und verstärkter Individualismus zwingen nicht nur Musikvereine mehr und mehr, ihre Strukturen zu überdenken und zu modernisieren. Public Relations, Künstlersozialversicherung und Kinderschutz dürfen heute auch im Ehrenamt keine Fremdwörter mehr sein, wenn es darum geht, einen Verein professionell zu führen.
Im Zweijahres-Rhythmus greift der Kongress in Geiselwind zum einen aktuelle Themen rund um die Vereinsarbeit / Jugendarbeit auf und gibt zum anderen Hilfen und Denkanstöße für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Vereinsarbeit. Gleichzeitig soll durch die Teilnahme zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Verein motiviert werden.
Die Teilnehmenden können durch die Auswahl verschiedener Module ihren persönlichen Stundenplan zusammenstellen.
Ein weiteres Angebot in dieser oder ähnlicher Form ist bereits angedacht. Infos finden sich zu gegebener Zeit im Kurs-Finder.

"Vereinsarbeit stärken – Zukunft gemeinsam gestalten" - gewinnbringender Kongress und Jugendleiter:innen-Tag am 28.02.2026 für Vereinsverantwortliche und Jugendleitungen in Geiselwind
Das war ein Tag voller Impulse, Begegnungen und echter Vernetzung: Der Kongress für Vereinsverantwortliche und Jugendleiter:innen-Tag für Jugendleitungen am 28. Februar 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig, engagiert und zukunftsorientiert die Verantwortlichen der nordbayerischen Musikvereine sind. Der Kongress des Nordbayerischen Musikbundes und der Jugendleiter:innen-Tag der Nordbayerischen Bläserjugend war bis vor der Corona-Zeit ein fester Bestandteil des Workshop-Angebotes der beiden Verbände. Nach längerer Pause konnte er 2026 wieder durchgeführt werden und stieß als Präsenzmaßnahme auf großen Zuspruch. So trafen sich Ende Februar 110 Engagierte aus Musikvereinen und Verbandsfunktionäre im Hotel Strohofer in Geiselwind, um sich praktische Ideen und Tipps für ihr Engagement im Musikverein zu holen.
Von Beginn an war spürbar: Hier kommen Menschen zusammen, die Verantwortung übernehmen – mit Herzblut, Erfahrung und dem Wunsch, ihre Vereinsarbeit weiterzuentwickeln. In zahlreichen Workshops wurde diskutiert, reflektiert, ausprobiert und weitergedacht. Ob Nachwuchsgewinnung, wertschätzende Kommunikation, künstliche Intelligenz, kreative Veranstaltungsplanung, Musikergesundheit, Elternarbeit oder neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit – die Themen waren vielfältig und hochaktuell. Die verschiedenen Workshops wurden von einem erfahrenen Dozententeam geleitet. Mit dabei waren unter anderem Bildungsreferenten von der Deutschen Bläserjugend sowie dem Bezirksjugendring Unterfranken und der Hochschule für Musik Würzburg, Mitglieder der Verbandsjugendleitung der Nordbayerischen Bläserjugend sowie Mitarbeitende der Verbandsgeschäftsstelle. Ergänzt wurde das Workshop-Angebot durch einen Info-Stand der NBMB-Vereinskommission mit einer Ideen-Pinnwand, einer Auswahl an vielfältigen Flyern und Broschüren zum Mitnehmen sowie einem Shop der Nordbayerischen Bläserjugend mit Tattoos und Aufklebern.
Alle sitzen im gleichen Boot: Vernetzung und Austausch als wichtiger Bestandteil des Workshop-Tages
Besonders bereichernd war der intensive Austausch zwischen den Ehrenamtlichen in der Vereinsvorstandschaft und Jugendleitungen sowie den Funktionären der beiden Verbände. Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander, Erfahrungen wurden geteilt und neue Ideen gemeinsam entwickelt. Dabei wurde deutlich: Zukunftsfähige Vereinsarbeit gelingt dann am besten, wenn Generationen zusammenarbeiten, voneinander lernen und sich gegenseitig stärken. Der Impulsvortrag zur „Vereins- und Jugendarbeit heute“ des ehemaligen Verbandsjugendleiters Roland Preußl setzte dabei wichtige Denkanstöße: Wie erreichen wir junge Menschen? Was motiviert zum Ehrenamt? Und wie gestalten wir Strukturen so, dass Engagement Freude macht? Die anschließenden Gespräche zeigten, wie groß das Bedürfnis nach Austausch und gegenseitiger Inspiration ist.
Neben allem fachlichen Input war es vor allem die Atmosphäre, die diesen Tag besonders machte: Offenheit, Wertschätzung und ein starkes Gemeinschaftsgefühl prägten den Tag. Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende Netzwerke vertieft und zahlreiche Ideen mit nach Hause genommen. Dabei wurde deutlich: Die Vereinslandschaft in Nordbayern ist stark – weil engagierte Menschen sie mit Leben füllen. Der Kongress war nicht nur eine Fortbildungsveranstaltung, sondern ein sichtbares Zeichen dafür, dass Vereinsverantwortliche und Jugendleitungen gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Blasmusik übernehmen.
Positives Feedback von den teilnehmenden Musikvereinen
Ein rundum gelungener Tag mit viel Austausch, Inspiration und wertvoller Begegnung – das verdeutlichen auch die Rückmeldungen, die die Geschäftsstelle der beiden Verbände in den Tagen nach der Veranstaltung erreichten:
„Danke an den Nordbayerischen Musikbund und die Bläserjugend für das breite Angebot an musikalischen und vereinstechnischen Seminaren.“
„Vielen Dank für die interessanten Workshops und vor allem die Austauschmöglichkeit. Zu wissen, dass andere Musikvereine ähnliche Probleme haben wie wir, hat mir sehr geholfen.“
„Es war einfach ein toller Tag. Schade, dass so ein Kongress nicht öfter stattfindet.“
„Es hat mich gefreut, euch auf dem Kongress persönlich kennengelernt zu haben. Es war eine wirklich tolle Veranstaltung. Das habt ihr alle wirklich super gemacht.“
Jugendleitertag in Geiselwind: Austausch, Wissen und neue Impulse für die Jugendarbeit
Am 8. Februar fand in Geiselwind der Jugendleitertag der Nordbayerischen Bläserjugend statt. Mehr als 40 engagierte Teilnehmende aus verschiedenen Altersgruppen kamen zusammen, um sich über die Jugendarbeit in Musikvereinen auszutauschen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und praxisnahe Methoden für ihre Vereinsarbeit kennenzulernen.
Die Veranstaltung bot eine ideale Plattform für Jugendleiterinnen und Jugendleiter, um sich fortzubilden und neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen. In vier thematisch vielseitigen Workshops wurden zentrale Aspekte der Jugendarbeit behandelt. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer konnte drei der angebotenen Workshops besuchen.
Workshops zu Mediengestaltung, Veranstaltungsplanung, Moderation und Spielen
Ein wichtiger Bestandteil des Programms war der Workshop "Arbeiten mit Canva", in dem die Teilnehmenden lernten, wie sie mit dem Design-Tool ansprechende Werbematerialien, Social-Media-Beiträge und Vereinsflyer gestalten können. Besonders für Musikvereine, die junge Menschen erreichen möchten, sind moderne und visuell ansprechende Kommunikationsmittel ein wertvolles Hilfsmittel. Im Workshop "Veranstaltungsplanung" standen die Organisation und Durchführung von Konzerten, Jugendfreizeiten und Vereinsfesten im Fokus. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Tipps zur Planung, Budgetierung und Bewerbung von Veranstaltungen, um diese effizient und erfolgreich umzusetzen. Ein weiteres Thema war die "Moderationstechnik". Hier wurden Strategien vermittelt, wie man sicher und souverän durch Vereinsveranstaltungen führt. Ob Konzertmoderation, Vereinsversammlungen oder die Leitung von Jugendorchesterproben – eine klare und selbstbewusste Ausdrucksweise ist in vielen Bereichen der Vereinsarbeit von Vorteil. Der vierte Workshop mit dem Titel "Pocket Games" beschäftigte sich mit kurzen, spontanen Spielen, die ohne großen Aufwand in der Jugendarbeit eingesetzt werden können. Diese kleinen Spiele sind besonders hilfreich, um Gruppen aufzulockern, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und Kindern sowie Jugendlichen spielerisch Freude an der Musik zu vermitteln.
Neben den Workshops blieb ausreichend Zeit für den persönlichen Austausch. In den Pausen konnten die Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre Kontakte knüpfen, eigene Erfahrungen teilen und neue Ideen für ihre Vereinsarbeit sammeln. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt, sodass alle gestärkt und motiviert in die nächste Workshop-Runde starten konnten. Die positive Stimmung und das große Interesse an den Themen zeigten, wie wichtig ein solches Fortbildungsangebot für die Jugendarbeit in Musikvereinen ist. Viele der Teilnehmenden äußerten den Wunsch, dass der Jugendleitertag im nächsten Jahr erneut stattfinden soll. Mit diesem gelungenen Format konnte die Nordbayerische Bläserjugend sich den Wunsch erfüllen, einen Beitrag zur Unterstützung und Weiterentwicklung der musikalischen Jugendarbeit zu leisten.
Online-Kongress vom 22.01. - 23.01.2021
Jugendarbeit trotz Corona - Erster erfolgreicher Online-Kongress mit über 70 Teilnehmer:innen
Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der Nordbayerischen Bläserjugend e.V. lud der Jugendverband im Januar 2021 zu seinem ersten Online-Kongress ein. Ursprünglich war der Kongress als Tagesveranstaltung in Nürnberg geplant. Als jedoch schon Ende letzten Jahres abzusehen war, dass die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen für die Jugendarbeit uns noch länger begleiten werden, beschlossen wir uns auf ein neues Format einzulassen statt einfach alles abzusagen.
Dank eines tollen Pools an erfahrenen Dozent:innen und vielen helfenden Händen, sowohl aus der Geschäftsstelle der Bläserjugend, als auch des Nordbayerischen Musikbundes, war der Online-Kongress ein voller Erfolg und begeisterte die über 70 Teilnehmenden. An den zwei Tagen wurden insgesamt 10 verschiedene Online-Workshops mit unterschiedlichen Themenbereichen angeboten. Die Teilnehmenden erhielten zudem vorab postalisch ein Kongress-Paket mit Nervennahrung und Schreibutensilien nach Hause geschickt.
Mit dabei waren:
- die Medienfachberatung Unterfranken mit Mirko Zeisberg, der einen Workshop über den Umgang mit Social Media in der Jugendarbeit anbot,
- Christoph Pinkert, der mit den Teilnehmenden über wertschätzende Kommunikation und anerkennende Feedbackkultur sprach,
- Marisa Kohler, die den Teilnehmenden zeigte wie man den Alltag nachhaltiger und mit weniger Müll gestalten kann,
- Marie Mangold, die den Teilnehmenden zeigte, wie man trotz Abstandsregeln mit Kindern und Jugendlichen Gruppenspiele spielt,
- Jeannine Tieling, die als erfahrene Moderatorin und Kommunikationstrainerin den Teilnehmenden Tipps und Übungen für ein sicheres und authentisches Auftreten gab,
- Gerhard Cäsar und Monika Feldmeier, die mit den Teilnehmenden Möglichkeiten der Umsetzung von Inklusion in den Musikvereinen diskutierten und
- Lauren Lotte Clasen, die mit den Teilnehmenden darüber sprach, wie man als junger Erwachsener selbst die Zukunft der Musikvereine mitgestalten kann.
Am Samstagnachmittag waren dann alle Teilnehmenden noch zu einem digitalen, gemeinsamen Abschluss eingeladen.
Das Feedback der Teilnehmenden war sehr positiv. Viele fanden es toll, gerade auch in diesem schwierigen Winter mit anderen, wenn auch erstmal nur digital, wieder in den Austausch zu kommen und gemeinsam zu lachen. So starten wir jetzt mit viel Motivation und Zuversicht in unsere weitere Jugendarbeit, denn #jugendarbeithältzusammen.

Kongress am 21.01.2017 in Geiselwind
Vom Jugendschutz bis zur Raumakustik - Gut 130 Teilnehmer beim 5. Kongress des Nordbayerischen Musikbunds und der Nordbayerischen Bläserjugend
„Super Themen, super Dozenten“, „Toll organisiert“, „Alles super“: Fast durchwegs positiv fiel die Rückmeldung der gut 130 Teilnehmer am 5. Kongress für Führungskräfte und Jugendleitungen in Musikvereinen aus. Der Nordbayerische Musikbund (NBMB) und die Nordbayerische Bläserjugend hatten nach Geiselwind eingeladen, um einen Tag lang über Themen vom Jugendschutz bis zur Raumakustik zu informieren.
„Wir haben viel Neues erfahren“, freute sich die vierköpfige Abordnung der Rossfelder Musikanten, die zum ersten Mal einen Kongress des NBMB besucht hat. Eine Jugendleiterin holte sich „viele Anregungen“ für neue Gruppenspiele bei den Probewochenenden, die die Rossfelder regelmäßig anbieten. Ein anderer Musiker informierte sich über Aufsichtspflicht und Jugendschutz. Denn das, meinte er, sei ein sehr komplexes Thema, mit dem man sich viel beschäftigen müsse.
Referent Philipp Spieß stellte dieses Thema als Elefant dar, weil es ebenso riesig sei und man den gleichen Respekt davor habe. Er erklärte, dass jugendliche Aufsichtspersonen die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre erwachsenen Kollegen hätten. Im Fall einer Aufsichtspflichtverletzung haften jedoch deren Eltern. Die müssen deshalb einverstanden sein mit dem Engagement ihrer Kinder.
Die Rossfelder besuchten zudem die Rhetorik-Module zu Verhandlungsführung und Konfliktgesprächen. Denn heutzutage müsse man entsprechend aufgestellt sein, weil man vielen Professionellen gegenüberstehe, meinten sie. Karl Bosch zeigte mit einem Überraschungs-Ei einprägsam auf, dass eine Verhandlung besser gelingt, wenn man Sach- und Beziehungsebene trennt, auf Interessen statt Positionen achtet und Entscheidungsalternativen entwickelt.
Außerdem gab er den Führungskräften und Jugendleitungen Verhandlungstricks wie Anker setzen, Entgegenkommen und Fairness, aber auch Antworten auf schmutzige Tricks an die Hand. Gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitete er, wie man gut mit Verhandlungspartnern umgeht, die alles besser wissen, Dinge verallgemeinern oder sich dumm stellen.
Neben den bereits traditionellen Kongressthemen wie Vereinsverwaltung, Versicherungsschutz und Pressearbeit gab es Tipps zur Verbesserung der Raumakustik mit Holz und Stoff und die Möglichkeit zu Einzelgesprächen parallel zu den Modulen. Außerdem hatten der NBMB und die Nordbayerische Bläserjugend Referent:innen zu sozialen Medien und ihrem Nutzen für die Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Prävention vor sexualisierter Gewalt im Verein eingeladen.
Marlies Fischer und Ute Staufer vom Notruf Bamberg zeigten bei letztgenanntem Modul anhand eines Fragebogens auf, wie unterschiedlich Situationen wahrgenommen und danach bewertet werden, ob sie eine Grenzverletzung darstellen oder nicht. Betroffen zeigten sich die Teilnehmenden davon, dass 85 Prozent der Täter aus dem nahen sozialen Umfeld der Kinder stammen.
Wenn Vereine in einer heterogenen Gesellschaft Nachwuchs gewinnen wollen, müssen sie Kinder und Jugendliche beständig einbinden, meinten der Verbandsgeschäftsführer Andreas Kleinhenz und Roland Preußl in ihrem Vortrag. Dazu müsse man den Nachwuchs nach seiner Meinung fragen, ihm Verantwortung übertragen und ihn in Entscheidungen einbeziehen.
Kleinhenz hatte bei der Eröffnung bereits auf den nächsten Kongress 2019 hingewiesen, für den die Teilnehmer Themenwünsche äußern konnten. Dann werden voraussichtlich auch die Rossfelder Musikanten wieder mit von der Partie sein – und die Teilnehmenden, die „tolle Veranstaltung, Danke!“ rückgemeldet haben.
Von: Daniela Hollrotter, Pressebeauftragte des NBMB

