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Die Jugendvertreterversammlung

Die Jugendvertreterversammlung findet einmal jährlich statt und stellt die Jahreshauptversammlung der Nordbayerischen Bläserjugend dar. Geladen hierzu sind alle Kreis- und Bezirksjugendleitungen. Inhaltlich besteht die Versammlung unter anderem aus einem Rück- und Ausblick auf vergangene und anstehende Projekte und Vorhaben, aus Berichten aus dem Erwachsenenverband sowie vor allem aus dem Austausch zwischen den Kreisen und Bezirken. Die Jugendleitungen sollen die Möglichkeit haben, viele interessante Informationen und Anregungen für ihre eigene Arbeit vor Ort mitzunehmen.

Jugendvertreterversammlung am 06.02.2017 in Gremsdorf

Wer sich auf eine Sitzung mit langwierigen Berichten und ausschweifenden Vorträgen gefreut hatte, der wurde bei der Jugendvertreterversammlung der Nordbayerischen Bläserjugend e.V. wohl enttäuscht. Denn hier erwartete die 45 Vertreter des Jugendverbandes des Nordbayerischen Musikbundes e.V. eine bunt gemischte Tagesordnung, bei der der Austausch mit den JugendleiterInnen und die Vernetzung der Kreis- und Bezirksjugendleitungen untereinander ganz hohe Priorität hatten.

Gut besuchte Versammlung

„Mich freut es sehr, dass ihr heute alle hergekommen seid“, begrüßte Stefan Wolbert, Verbandsjugendleiter, die rund 45 Teilnehmenden aus allen vier Bezirken der Nordbayerischen Bläserjugend, die sich am 06.02.2017 in Gremsdorf versammelt hatten. „So gut besucht wie heute war unsere Jugendvertreterversammlung wohl noch nie!“ Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Neuwahlen der Verbandsjugendleitung, eine Satzungsänderung und – worauf sich viele gewiss am meisten freuten – der Austausch mit JugendleiterInnen aus anderen Kreisen und Bezirken.

Kennenlernspiele zum „Warmwerden“

„Zurücklehnen“ war hier also erst einmal nicht angesagt: Damit sich die Teilnehmenden gegenseitig kennenlernen und gleich ins Gespräch kommen konnten, hatte Monika Horn, Bildungsreferentin der Nordbayerischen Bläserjugend, ein paar Warm-Ups für die Gruppe vorbereitet. Durch das Aufstellen in vier Ecken wurde deutlich, dass Kreis- und Bezirksjugendleitungen aus allen vier Bezirken der Nordbayerischen Bläserjugend an der Versammlung teilnahmen und ihren Kreis bzw. Bezirk dort vertraten. Schnell wurde auch klar, dass sowohl einige „alten Hasen“ der Bläserjugend bei der Sitzung vertreten waren als auch viele „Neulinge“.

Die Bläserjugend ist vielfältig: Vom Orchesterassistenten bis zum Wertebündnis

Weiter ging es mit einem Tätigkeitsbericht der Verbandsjugendleitung: Monika Horn gab einen kurzen Rückblick über die Maßnahmen der letzten beiden Jahre: Neben altbewährten und etablierten Schulungsangeboten wie der Ausbildung zum Bläserklassenleiter, der Qualifikation zum Juniorprüfer, dem Kongress für Führungskräfte und Jugendleitungen und den Jugendleiterseminaren in Hammelburg wurden im Jahr 2016 erstmalig die Fortbildung „Der Orchesterassistent“, ein Kongress für Funktionäre sowie ein weiteres Seminarwochenende zur Jugendleiterausbildung in Ensdorf (Oberpfalz) angeboten. Auch das Nordbayerische Musikcamp wurde inzwischen schon zum dritten Mal durchgeführt. Weitere wichtige Ereignisse waren die Aufnahme ins Wertebündnis im Herbst 2015, die Weiterentwicklung des Präventionskonzeptes durch eine Präventionsschulung sowie die Einführung des Nachteilsausgleichs bei D1- und D2-Prüfungen als wichtigen Schritt zur Umsetzung von Inklusion im Jugend- und Erwachsenenverband.

Neuwahlen: Die Bläserjugend verjüngt sich

Nach dem Kassenbericht sowie einer Satzungsänderung folgte der Tagesordnungspunkt, auf den viele wohl schon am gespanntesten waren: die Neuwahlen der Verbandsjugendleitung. Dass Stefan Wolbert sein Amt als Verbandsjugendleiter abgeben würde und für einen Nachfolger Platz machen wollte, hatte sich bereits seit seiner Ankündigung bei der Delegiertenversammlung des NBMB im Oktober letzten Jahres herumgesprochen. „Ich freue mich aber, hinter mir keine Tür schließen zu müssen“, kündigte er an, „ sondern, dass ich das Amt in so aktive Hände übergeben darf. Als meinen Nachfolger schlage ich daher Roland Preußl vor“. Dieser wurde von den VertreterInnen einstimmig gewählt, gefolgt von weiterem Nachwuchs für die Verbandsjugendleitung: Mit Annika Kirchner, Daniela Lang und Sophie Friedemann wurde die weiterhin aktive „Besetzung“ mit Markus Islinger (stellv. Verbandsjugendleiter), Simon Scheiring und Alexandra Gottwald erweitert.

Highlight 2017: Bezirksjugendtage der Nordbayerischen Bläserjugend

Als besonderes Highlight für das Jahr 2017 wurden die Bezirksjugendtage der Nordbayerischen Bläserjugend angekündigt. Diese finden im Oktober 2017 in jedem Bezirk der Nordbayerischen Bläserjugend erstmalig statt und werden – in Zusammenarbeit mit der Verbandsjugendleitung – von den jeweiligen Bezirksjugendleitungen organisiert und durchgeführt. Ziel dieser Jugendtreffen ist die Vernetzung und der Austausch der JugendleiterInnen und aktiver Jugendlicher aus den Musikvereinen der Nordbayerischen Bläserjugend e.V. (Termine und weitere Infos gibt es im Kurs-Finder.)

Austausch und Vernetzung

Um den Tagesordnungspunkt „Aktuelles aus den Kreisen und Bezirken“ etwas lebendiger zu gestalten und jeden zu Wort kommen zu lassen, wurden die Teilnehmenden eingeladen, sich auf verschiedene Stationen aufzuteilen und dort aus unterschiedlichen Bereichen ihrer Arbeit auf Kreis- bzw. Bezirksebene zu berichten. Hier wurde klar, dass die Nordbayerische Bläserjugend in vielen Kreisen etabliert und bewährt ist und die Kreisbläserjugenden mit Maßnahmen wie gemeinsamen Tagesaktionen oder -fahrten (z.B. Volleyball-Turnier, Musical-Fahrt, Jungbläser-Coaching), mehrtägigen Veranstaltungen (z.B. Zeltlager, Berlin-Fahrt, Kreisjugendorchester) oder Fortbildungsangeboten (z.B. Zuschuss-Seminar, Aufsichtspflicht) ganz entschieden dazu beitragen, dass sich junge MusikerInnen über das Musizieren in ihrem Verein hinaus mit dem Verband identifizieren und andere Gleichgesinnte kennenlernen können. Auch die Bezirksjugendleitungen leisteten dazu einen nicht unwesentlichen Beitrag, indem sie die einzelnen Kreise sowie die Vernetzung untereinander unterstützen und voranbringen.

Profitieren vom Wissen der Gemeinschaft

Gemeinsam wurde auch überlegt, wie aktuellen Problemen begegnet und mehr Kontakt mit den Vereinen bzw. den VereinsjugendleiterInnen – aber auch unter den Funktionären der Nordbayerischen Bläserjugend – hergestellt werden kann. Zugleich hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, auf einem „Wunschzettel an die neue Verbandsjugendleitung und die Geschäftsstelle“ eigene Wünsche, Ideen und Anregungen zu äußern und dadurch der neu gewählten Verbandsjugendleitung aufzuzeigen, wo sie noch Unterstützung bräuchten. Durch einen regen Austausch, bei dem jeder sein Wissen und seine Erfahrungen aus der Jugendarbeit einbrachte, konnten die Teilnehmenden neue Ideen und Anregungen für ihre Aktivität auf Bezirks-, Kreis- oder Vereinsebene sammeln. Schon an diesem Abend zeigte sich, dass der Jugendverband und alle Mitglieder von dieser gebündelten „Schwarmintelligenz“ profitieren werden.

Wir sagen Danke

Abschließend zur Sitzung bedankte Stefan Wolbert sich bei allen Anwesenden für die aktive Teilnahme. „Diese – meine letzte Sitzung als Verbandsjugendleiter – war eine der schönsten während meiner Amtszeit“. So sollte der Abschluss ja auch sein. Doch nach 22 Jahren als amtierender Verbandsjugendleiter gebührt dir, lieber Stefan, nicht nur ein schöner Abschied sondern auch ein besonders großer Dank! Vielen Dank auch an Thomas Reuter sowie Dominik Sitter und Jeannette Wich für ihr Engagement in der Verbandsjugendleitung.